Segway und "Stehend mobil..."

...mittlerweile gibts´endlich die Straßenzulassung:-)...

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...schaut doch mal rein: www.stehendmobil.de (dann unter Erfahrungsberichte)...

Auszug aus Journal für Behinderte

 

Journal für Behinderte

 

 

 

B 4/2007 45

HILFSMITTEL

Mobil auf zwei (!) Rädern: Segway

(pmd) Das Ding sieht aus wie Special Effekt

aus ein Science-Fiction-Film. Es ist aber Wirklichkeit.

Eine moderne Regelelektronik sorgt

dafür, dass der Segway auf zwei nebeneinander

liegenden Rädern das Gleichgewicht

hält und einen Menschen mit bis zu 20 km/h

umher fahren kann. Und jetzt kommt’s: Das

futuristische Gefährt scheint auf dem Weg zum

anerkannten Hilfsmittel! Eine BG hat es schon

für einen Arbeitsplatz bezahlt, eine klinische

Studie läuft, die Weiterentwicklung für Rollstuhlfahrer

ist im konkreten Konstruktionsstadium.

Ein erster Erfahrungsbericht.

 

 

Ich bin 24 Jahre alt und seit fast vier Jahren durch einen Unfalls

im Schwimmbad inkomplett querschnittgelähmt, kann

zwar einigermaßen gerade laufen, habe aber in alle Extremitäten

Muskelfunktionsstörungen.

Tja, da saß ich eines Tages gemütlich vor dem Fernseher

und sah plötzlich in der Haribowerbung dieses Gefährt und

wusste, ich muss das Ding irgendwie haben. Zunächst hatte

ich meine Zweifel, ob ich ihn bedienen kann. Dann kam

eins aufs andere, E-Mail an Segway geschrieben, Probefahrt

gemacht, eine Vorstellung bei meinen Physiotherapeuten

organisiert, aufgrund der unfallzuständigen Privatversicherung

Geld bekommen und in einen Segway investiert.

Ich habe ihn jetzt seit vier Wochen und bin schon einige

Strecken gefahren. Das Fahren mit dem Segway trainiert

mein Gleichgewicht, da ich jede Bodenwelle mit meinem

Körper ausgleichen muss und sowohl jede Bewegung des

Segways, sei es rückwärts, vorwärts oder Kurven ausschließlich

mit dem Körper mache - es gibt kein Gas und auch eine

Bremse. Es ist wie eine Joystick einer Spielekonsole zu sein.

Er reagiert auf jede Bewegung meines Körpers, ein bisschen

Übung gehört klar dazu, aber mittlerweile bin ich fit in Sachen

Segwayfahren.

Bürgersteige werden ganz einfach überwunden, Steigungen

sind keine Schwierigkeit. Am Anfang habe ich noch

den „Schildkrötenmodus“ benutzt, aber jetzt bin ich so geübt,

dass ich auch locker eine Geschwindigkeit von 20 km/h

auf gerader Strecke fahren kann, ohne aus dem Gleichgewicht

zu kommen. Trotz aller Sicherheit habe ich mich mit

einem Helm, verschiedenen Schutzprotektoren und Lichtern

am Seway ausgerüstet.

Ein weiterer angenehmer Aspekt ist für mich die Aufmerksamkeit

anderer Leute, wenn ich an ihnen vorbeifahre - die

einen schauen nur, aber ich werde auch sehr oft angesprochen.

Normalerweise, wenn ich an Krücken laufe oder im

Rolli sitze schaut einen keiner an, wenn dann nur mitleidig.

Jetzt ist es anders: Ich bin größer als alles anderen, es schaut

nicht mehr: „behindert oder verletzt“ aus, mir bringt es viel

für mein Selbstbewusstsein und man lernt immer neue

Menschen kennen.

Da ich am Stadtrand wohne und mit dem Seway fast alles

erreichen kann (Physiotherapie, Ergotherapie, Stadtmitte

etc.), spare ich Sprit und ich komme an die frische Luft. Früher

konnte ich Fahrrad fahren, Inlineskaten etc., das ist leider

nicht mehr möglich. Ich bin heilfroh, dass ich nun endlich

eine Alternative zum Rolli, Rollizuggerät, Rollator oder Krücken

gefunden habe.

Danke an die Mitarbeiter von Segway, die dieses Gerät nicht

nur als Fun für reiche Leute in Dubai gebaut und verkauft

haben, sondern sich auch Gedanken über behinderte und

verletze Menschen und ihre mobile Erleichteung gemacht

haben.

Text: Michaela Müller

Foto: Hersteller

...im Schnee gehts´auch :-)...

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...dazu hab ich leider das falsche Auto:-(...